Moralische Pflegeroboter

Operations-, Pflege- und Therapieroboter verbreiten sich immer mehr. Im Englischen werden sie als „medical and care robots“ bezeichnet, im Deutschen kann man die meisten mit dem Etikett des medizinischen Roboters versehen und zumindest Pflege- und Therapieroboter als Serviceroboter begreifen. Zwei Studierende von Prof. Dr. Oliver Bendel an der Hochschule für Wirtschaft FHNW, Christine Fahlberg und David Wenger, haben in einem Forschungsbeitrag im Rahmen eines Masterstudiengangs untersucht, ob Patienten unter bestimmten Umständen lieber von Robotern als von Menschen betreut und begleitet werden wollen. Tatsächlich scheint dies der Fall zu sein, wenn Privat- und Intimsphäre geschützt werden können. Wenn man Kontakt und Beistand sucht, lehnt man Pflege- und Therapieroboter eher ab. Die Perspektive der Patienten wird in einschlägigen Studien selten eingenommen, und überhaupt sind Würde, Intim- und Privatsphäre sowie Datensicherheit kaum ein Thema, auch wenn es immer wieder ethische Betrachtungen gibt. Diese Forschungslücke soll mit weiteren Untersuchungen geschlossen werden. Dabei spielt auch die Maschinenethik eine Rolle: Sollen Pflege- und Therapieroboter moralische Maschinen sein und entsprechend gestaltet werden? In dem Artikel „Reflections on the Development and the Design of Medical and Care Robots“ von Oliver Bendel, abrufbar über gbs-schweiz.org, werden erste Hinweise geliefert.

Erste_Hilfe

Abb.: Erste Hilfe kann vielleicht auch der Roboter leisten

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