Poppen mit Pepper

Wie diverse Medien melden, warnt ein Roboterhersteller vor dem Sex mit seinem Produkt. In der Gebrauchsanweisung heiße es, Benutzer dürften keine sexuellen Handlungen an Pepper vornehmen. „Andernfalls drohten Strafen – welche genau, wird allerdings nicht erwähnt, ebensowenig wie geklärt wird, wie der Hersteller etwaige sexuelle Handlungen mit dem Humanoiden aufdecken will.“ (Neues Deutschland, 28. September 2015) In einem neuen Lexikon zu Informations- und Maschinenethik („300 Keywords Informationsethik“, Springer-Verlag, ab November 2015 erhältlich) wird zum Thema gesagt: „Robotersex, Sex mit und zwischen Robotern, ist ein Sujet von Science-Fiction-Büchern und -Filmen und – dort teilweise mit Hilfe von Avataren visualisiert – von Computerspielen. Auf dem Markt sind Sexroboter als handliches Spielzeug und (wie im Falle von Roxxxy) in Lebensgröße erhältlich.“ Mit Pepper hat Roxxxy nun ausgewachsene Konkurrenz bekommen, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Volksmund den Namen anders ausspricht. Aus Sicht der Maschinenethik ist noch etwas interessant: „Ein Sprecher des Pepper-Vertreibers SoftBank erklärte, beispielsweise seien Manipulationen der Roboter-Software verboten, mit denen dem Gerät eine sexy Stimme verliehen werden könnte.“ Vorschläge zur Einordnung und Gestaltung von Sexrobotern unterbreitet der Buchbeitrag „Surgical, Therapeutic, Nursing and Sex Robots in Machine and Information Ethics“ von Oliver Bendel im Buch „Machine Medical Ethics“ – außerdem der Artikel „Reflections on the Development and the Design of Medical and Care Robots“ (über gbs-schweiz.org/blog/development-design-medical-care-robots/) vom selben Autor.

Chili

Abb.: Kein Pfeffer, aber scharf

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