Ein Cyborg aus Pflanze und Maschine

Cyborgs sind Verschmelzungen von Mensch und Maschine. Auch Tier oder Pflanze können als biologische Komponente dienen. Es geht in der praktischen Anwendung meist darum, den menschlichen Körper mit technischen Mitteln zu perfektionieren oder seine Schwächen auszugleichen. Eine Kakerlake kann als fremdgesteuerte Kreatur und Spionin dienen, was Informations-, Technik-, Roboter- und Tierethik kritisch reflektieren müssen. FLORABORG ist ein Versuch, die Pflanze selbst (und nicht ihr Umfeld) zu optimieren, damit sie z.B. gegen Trockenheit gewappnet ist. Hält diese eine Weile an, ist die Pflanze gestresst. Dies kann von einem Computer gemessen werden, etwa einem Smartphone. Die solarbetriebenen Fächer werden ausgefahren und dem Sonnenlicht entgegengestreckt. Es kann sich Kondenswasser bilden, das über die künstlichen und echten Blätter tropft, den Stengel hinunterrinnt und ins Erdreich eindringt, wo es von den Wurzeln aufgenommen wird. Hat sich die Pflanze erholt, verringert sich der Stress, und die Fächer können eingefahren werden. Nicht zuletzt vermögen die Fächer auch Schatten zu spenden. Welche Stellung ein Cyborg aus Pflanze und Maschine in der Maschinenethik hat, muss erst noch erforscht werden.

Abb.: Designstudie FLORABORG

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