Roboter mit Nasen

Beim Swiss ICT Symposium vom 10. bis 11. November 2015 gab es ein breites Spektrum von Vorträgen und Themen. Prof. Dr. Manfred Spitzer (Hirnforscher und Psychiater) und Sascha Lobo (SPON-Kolumnist) unterhielten als Keynoter das Publikum mit gewagten Thesen und anschaulichen Beispielen. Im gut besuchten Track „Internet der Dinge“ referierte Moritz Köhler (Director of Software Engineering, Sensirion AG). „IoT-Geräte und Mobiltelefone verschmelzen zusehends und ermöglichen völlig neue Anwendungen und Geschäftsmodelle.“ (www.swissict.ch) Was wird möglich, so fragte er sich, wenn Telefone immer mehr Kenntnis von ihrer Umwelt haben? Und lieferte „eine Einführung in die Sensorik in Mobiltelefonen und deren Bedeutung“. Smartphones, die Atem-, Stadt- und Raumluft analysieren können, lassen Behörden, Unternehmen und Privatleute aufhorchen. Auch Roboter mit Nasen werden für Staunen sorgen und nicht zuletzt bei der Tier-Maschine-Interaktion von Bedeutung sein. „Moralische Maschinen“ lautete der Titel des Vortrags von Prof. Dr. Oliver Bendel (Professor für Wirtschaftsinformatik und Ethik, Hochschule für Wirtschaft FHNW): „Autos bremsen rechtzeitig vor Menschen ab. Serviceroboter bringen Medikamente und sind nett zu uns. Manche Dinge, Roboter und (teil-)autonome Maschinen werden aber falsche oder interessengeleitete Entscheidungen treffen. Einfache moralische Maschinen könnten eine Lösung sein.“ (www.swissict.ch) Vielleicht entdeckt auch die Maschinenethik die Olfaktorik und lässt Roboter die Gerüche von Menschen analysieren und automatisch die dazu passenden Düfte ausströmen. Die Maschine wird insofern gut, als wir sie gut riechen können. Die Vortragsfolien stehen über www.swissict.ch zur Verfügung.

Tissues

Abb.: Brauchen Roboter bald Taschentücher?

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