Der Roboter der Schmerzen

„Darf ein Roboter einen Menschen nach eigenem Gutdünken verletzen? Ein US-Robotiker hat einen Roboter gebaut, der selbst entscheidet, ob er einem Menschen in den Finger sticht. Die Aktion soll eine Diskussion über Roboter anregen.“ (Golem, 13. Juni 2016) Mit diesen Worten beginnt ein Artikel in Golem, der die Arbeit von Alexander Reben, Bereichsleiter beim kalifornischen Inkubator Stochastic Labs, vorstellt. Der Roboter ist nichts anderes als ein Arm, an dessen Ende eine Nadel angebracht ist. „Er steht auf einer kleinen Plattform. Darauf gibt es eine Markierung, die anzeigt, wo der Finger platziert wird.“ (Golem, 13. Juni 2016) Der Wissenschaftler gibt an, den ersten Roboter gebaut zu haben, der „autonom und absichtlich“ das erste Robotergesetz von Isaac Asimov bricht. Auch die Forschung des Pentagon zu autonomen Kampfrobotern weist in diese Richtung. Derzeit sind die Drohnen noch ferngesteuert, aber das wird sich zu Lande und in der Luft bald ändern. Der Roboter von Alexander Reben kann als unmoralische Maschine („immoral machine“) bezeichnet werden, insofern er absichtlich und systematisch gegen das Wohl des Menschen verstößt, ohne dass der Zweck die Mittel heiligen würde.

Schmerz

Abb.: Auch eine solche Nadel kann Schmerzen verursachen

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