Konferenz Living Machines 2013

Vom 29. Juli bis zum 2. August 2013 fand im Natural History Museum von London zum zweiten Mal die Konferenz Living Machines statt. Die Macher schreiben auf ihrer Website: „This international conference is a Convergent Science Network event and is targeted at the intersection of research on novel life-like technologies inspired by the scientific investigation of biological systems – biomimetics, and research that seeks to interface biological and artificial systems to create biohybrid systems.“ Vorgestellt wurde unter anderem ein Plantoid, ein Pflanzenroboter, der Wurzeln bildet, entwickelt von Barbara Mazzolai vom Italian Institute of Technology (IIT) in Genua. Ein möglicher Einsatzbereich ist die Überwachung der Umwelt, etwa der Bodenzusammensetzung. Ebenfalls vorgestellt wurde der Vierbeiner HyQ, der rasch auf Hindernisse reagieren und recht elegant über sie hinwegsteigen kann. Aus Sicht der Maschinenethik stellt sich die Frage, ob man Robotern, die Pflanzen und Tieren nachempfunden sind, moralische Fähigkeiten verleihen sollte. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, zumal moralische Fähigkeiten auch in Bezug auf selbstständig fahrende Autos und Algo-Trading-Systeme diskutiert werden. Die Moral der genannten Roboter könnte sich auf die Tiere beziehen, mit denen sie interagieren. Damit wäre auch die Tierethik mit im Boot.

Plantoid

Abb.: Grafik vom Plakat des Projekts (Quelle: www.plantoidproject.eu)

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