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Wenn Roboter über Leben und Tod entscheiden

Ein Workshop in Bremen widmet sich dem Thema „Maschinenethik – wenn Roboter über Leben und Tod entscheiden“. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Oliver Bendel, Hochschule für Wirtschaft FHNW (Basel, Olten und Brugg-Windisch). Er führt in die Disziplin ein und stellt Methoden vor, um moralische Maschinen umzusetzen. Dabei geht er auch auf annotierte Entscheidungsbäume ein. Auf der Website www.wissenswerte-bremen.de wird erklärt: „Maschinen, die quasi als Subjekte selbst Verantwortung übernehmen – wer trifft die Entscheidungen, wer übernimmt die Verantwortung? Die technologische Entwicklung stellt die Gesellschaft vor viele Fragen und Herausforderungen; bisherige Regeln lassen sich nur schwer auf aktuelle und zukünftige Gegebenheiten übertragen.“ Der Workshop lege den Fokus auf ein hochaktuelles Problem und widme sich den ethischen Problemen bei zwei exemplarischen autonomen Systemen, nämlich bei Roboterautos (Vortrag von Prof. Dr. Barbara Lenz, Leiterin Institut für Verkehrsforschung, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Berlin) und autonomen Waffensystemen (Vortrag von Dr. Frank Sauer, Senior Researcher, Institut für Politikwissenschaft, Universität der Bundeswehr München). Der Workshop ist Teil des Dialogforums WISSENSWERTE 2015 vom 16. bis 17. November 2015. Die Programmplanung obliegt u.a. der Technischen Universität Dortmund, Partner sind Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft und Stifterband für die deutsche Wissenschaft. Das Programmheft enthält weitere Informationen.

Roboterhand

Abb.: Auf wen wird der Roboter zeigen?

Formalisierung von Ethik

Einen Artikel über die Formalisierung von Ethik hat Caspar Österheld von der Universität Bremen in der Springer-Fachzeitschrift Synthese veröffentlicht. Der Titel lautet „Formalizing preference utilitarianism in physical world models“. Im Abstract heißt es: „Most ethical work is done at a low level of formality. This makes practical moral questions inaccessible to formal and natural sciences and can lead to misunderstandings in ethical discussion. In this paper, we use Bayesian inference to introduce a formalization of preference utilitarianism in physical world models, specifically cellular automata.“ Auch auf die Maschinenethik wird am Rande eingegangen: „Some formalization has … been conducted in the realm of machine ethics.“ Der Artikel ist über link.springer.com/article/10.1007/s11229-015-0883-1 erhältlich.