Schlagworte: Care Robots

Moralische Maschinen mit maschinellem Lernen

Michael und Susan Leigh Anderson stellen beim Berliner Kolloquium 2019 ihre neuesten Ergebnisse aus der Disziplin der Maschinenethik vor. Üblicherweise werden sogenannten moralischen Maschinen starre Regeln gegeben, an die sie sich sozusagen sklavisch halten. Dies hat einige Vorteile, aber auch ein paar Nachteile, denen man mit Hilfe von maschinellem Lernen entgegentreten kann. Genau diesen Ansatz haben die Andersons zusammen mit einem Forscher vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme verfolgt, wobei die Altenpflege als Kontext diente: „Contrary to those who regard such a goal as unattainable, Michael and Susan Leigh Anderson … and Vincent Berenz … have succeeded in programming a SoftBank Nao robot with a set of values that determines its behavior while aiding a person in a simulated eldercare environment. This unprecedented accomplishment uses machine learning to enable the robot to discern how each of its actions would satisfy or violate its ethical duties in the current situation and decide the best action to take.“ (Machine Ethics) Die Ergebnisse werden 2019 in den Proceedings of the IEEE publiziert. Der wissenschaftliche Leiter des 23. Berliner Kolloquiums zu Pflegerobotern ist Oliver Bendel. Die Anmeldung erfolgt über die Website der Daimler und Benz Stiftung.

Abb.: Ein Nao-Roboter (Foto: SoftBank/Philippe Dureuil, CC-BY-SA-4.0)

The Future of Ageing

„Hosted by the University of Basel and inaugurated by State Secretary Mauro Dell’Ambrogio, the swissnexDay’16 will be devoted to exploring the future of ageing with a panel of distinguished experts. Interactive breakout sessions covering a variety of topics will be organised in the second part of the event. Furthermore, two networking breaks will give participants the opportunity to connect with the swissnex representatives and the Science and Technology Counselors (STC), as well as with 250 representatives from Switzerland’s education, research and innovation community.“ (Website swissnex) The swissnexDay’16 will take place at the University of Basel (December 15, 2016). The second break-out session „Care-Robots – an elderly’s best friend?“ starts shortly after 4 pm. Kyoko Suzuki (Deputy Head, S&T Tokyo), Christiana Tsiourti (University of Geneva) and Christine Fahlberg (School of Business FHNW, master student of Prof. Dr. Oliver Bendel) will present their current research and discuss about robots in healthcare. Keynote speakers of the swissnexDay’16 are Prof. Dr. Andrea Schenker-Wicki (President, University of Basel), Dr. med. Guy Morin (President of the Executive Council of the Canton of Basel-Stadt) and State Secretary Mauro Dell’Ambrogio (State Secretariat for Education, Research and Innovation). Further information via www.swissnex.org/news/swissnexdays/.

altern

Fig.: An example for ageing

Der Roboter im Pflegeheim

„Robotik für den Pflegebereich boomt. In dem Arbeitsfeld fehlt Personal und es fällt oft schwere körperliche Arbeit an, für die Hilfe willkommen wäre.“ (derStandard.at, 7. Mai 2016) Dies schreibt Gudrun Springer im österreichischen Standard. Ausgangspunkt des Artikels ist die öffentliche Sitzung der Bioethikkommission in Wien vom 2. Mai, bei der Prof. Dr. Oliver Bendel, Prof. Dr. Mark Coeckelbergh, Prof. Dr. Michael Decker, Prof. Dr. Jutta Weber und Markus Wohlmannstetter zum Thema Pflegeroboter vorgetragen haben. Die Verfasserin geht auf das Tandem-Prinzip ein, das Oliver Bendel in seinem Referat erwähnt hat und seit einiger Zeit propagiert. Auch Mark Coeckelbergh ist laut ihrer Aussage diesem Prinzip zugetan. Es sei besser, „Roboter als assistierende Technologien … im Tandem“ (derStandard.at, 7. Mai 2016) zu benutzen. Weiter schreibt sie: „Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft in Basel, der sich mit Auswirkungen des Roboters auf Menschen beschäftigt, meint, dass mancher Handgriff vom Menschen ausgeführt einem Pflegebedürftigen unangenehmer sein kann als vom technischen Helfer – etwa in der Intimpflege.“ (derStandard.at, 7. Mai 2016) Auch zu informationsethischen und rechtlichen Herausforderungen äußert er sich: „Andere wichtige Fragen, die für Bendel durch die Roboter aufkommen, betreffen den Datenschutz.“ (derStandard.at, 7. Mai 2016) Der Artikel mit dem Titel „Der Roboter im Pflegeheim“ ist über derstandard.at/2000036444112/Der-Roboter-im-Pflegeheim abrufbar.

handmade_soap

Abb.: Seife braucht auch der Robot, wenn er jemanden waschen will