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Von Handygirl zum GOODBOT

Auf seiner Vortrags- und Lesereise vom 14. bis 16. September 2015 durch die Niederlande erzählte Oliver Bendel von seinen Handyromanen und -haikus und trug kurze Passagen aus seinen Werken vor, etwa aus „Handygirl“ (2009 – 2010). Handygirl ist ein Avatar und lebt auf dem Handy von Liza. Sie liest die SMS vor und ist eifersüchtig, wenn Liza über ihr Notebook chattet. Niemand ahnt, dass Handygirl eines Tages zur Superheldin wird. Am wenigsten Handygirl selbst. Doch eines Tages geschieht es: Als Liza in Gefahr gerät und fürchterliche Angst bekommt, steigt Handygirl aus dem Handy und rettet und tröstet sie. Sie wird eine Superheldin, vor allem aber ein Mensch; und für Augenblicke lebt sie wirklich. Handygirl war eine Inspiration für den GOODBOT, der 2013 an der Hochschule für Wirtschaft FHNW als Prototyp entwickelt wurde, und den Oliver Bendel am Ende der Veranstaltungen als moralische Maschine vorstellte. Stationen waren u.a. Universiteit Leiden, Universiteit Groningen und Universiteit Utrecht. Eingeladen haben den Wissenschaftler und Schriftsteller die Goethe-Institute Amsterdam und Rotterdam und die Deutsche Bibliothek in Den Haag. In der Reihe, an der schon Hans Magnus Enzensberger, Friedrich Christian Delius, Peter Stamm und Kathrin Passig mitgewirkt haben, ging es dieses Mal um die Digitalisierung der Literatur.