Schlagworte: Kampfroboter

Krieg und Spiele

Der RFF REAL FICTION FILMVERLEIH informiert in einer Pressemitteilung über den Kinostart der Dokumentation „Krieg und Spiele“ von Karin Jurschick am 18. August 2016. „Die unbemannten Kriegsroboter der Zukunft sind nach dem Vorbild von Tieren gebaut. Perfekte Maschinen, die im Wasser, an Land und in der Luft die Bewegung jeder Maus und jedes Menschen erfassen. Und sie können töten. Autonom. Diese technische Entwicklung verändert jetzt schon die Kriege und unsere Vorstellungen von Ethik und Moral. Ja: unsere Stellung als Menschen in der Welt. Werden am Ende die Maschinen sogar die besseren Entscheidungsträger?“ (Information RFF) Weiter heißt es: „Bringt uns die neue, aus der Ferne steuerbare Kriegstechnologie Aufklärung und Sicherheit, wie es die herstellende Industrie und die Regierungen versprechen, oder macht sie die Version eines totalen Überwachungsstaates möglich? Und was ist mit denen da unten, den Menschen im Fadenkreuz?“ (Information RFF) Nicht zuletzt werden zentrale moralische und rechtliche Fragen angesprochen: „Was passiert mit dem Begriff der Schuld, wenn Maschinen autonom töten? Wer ist verantwortlich, wenn sie einen Fehler machen?“ (Information RFF) Zu Wort kommen u.a. Peter W. Singer, Politikwissenschaftler, Ronald Arkin, Robotiker und Maschinenethiker, Daniel Statman, Moralphilosoph, und Yvonne Hofstetter, KI-Expertin. Weitere Informationen zum Film über realfictionfilme.de.

Kampfflufzeug

Abb.: Ein bemanntes Kampfflugzeug

Eine Bombenidee

In Dallas wurde, wie Telepolis meldete, „ein ferngesteuerter Roboter zum Platzieren einer Bombe eingesetzt, um einen Täter auszuschalten“ (Telepolis, 8. Juli 2016). Eigentlich kein Fall für die Maschinenethik, die sich auf Entscheidungen (teil-)autonomer Systeme konzentriert. Aber dennoch ein interessantes Beispiel, weil es zeigt, dass Roboter oftmals vielfältig genutzt, umgewidmet und zweckentfremdet werden können. Florian Rötzer schreibt in diesem Sinne: „Praktisch macht es keinen Unterschied, ob der Täter schließlich durch von Polizisten abgegebene Schüsse ausgeschaltet wird oder durch einen Sprengsatz, den ein Roboter ferngesteuert zu diesem brachte und in die Luft gehen ließ. Aber es zeigt …, dass auch Nichtkampfroboter Dual-Use-Maschinen sind und zu tödlichen Waffen umfunktioniert werden können …“ (Telepolis, 8. Juli 2016) Damit wächst die Zahl der potenziellen Kampfroboter und Kriegsmaschinen erheblich, und auch private Drohnen können zum Werkzeug von Behörden oder auch von Terroristen werden. Die Angst vor der Mehrfachverwendung geht nicht nur in der Medienlandschaft und in der Gesellschaft, sondern auch in der Wirtschaft um. Vor einiger Zeit warnte ein Hersteller davor, seinen niedlichen Spielzeugroboter Pepper für Sexspiele zu verwenden. Das wird sicherlich nicht die Lust zügeln, sondern die Phantasie beflügeln, und man muss nur auf Gebrauchsanweisungen und Vorführungen der etwas anderen Art warten. Auch Rötzer spekuliert, dass der Einsatz in Dallas die Polizei „auf neue Ideen bringen könnte“ (Telepolis, 8. Juli 2016). Für die Maschinenethik ergibt sich die Erkenntnis, dass Entscheidungen der Software unter Berücksichtigung unterschiedlicher Möglichkeiten der Hardware programmiert werden müssen.

Bombe

Abb.: Roboter mit Bomben werden sich verbreiten

Maschinenethik im Kassensaal

Am 2. Mai 2016 fand in Wien eine öffentliche Sitzung der österreichischen Bioethikkommission zum Thema „Von Mensch und Maschine: Roboter in der Pflege“ statt. Wegen des großen Andrangs war sie in den Kassensaal, wo früher Geldgeschäfte getätigt wurden, verlegt worden, einen prächtigen Saal der Bundesregierung. Zunächst trafen sich die Referenten zu einem Hintergrundgespräch mit Pressevertretern im Bundeskanzleramt am Minoritenplatz. Nach einem Mittagessen im Café Landtmann ging man in den Kassensaal hinüber. Die Vorsitzende der Bioethikkommission, Christiane Druml, eröffnete die Veranstaltung. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW referierte zu Maschinen- und Informationsethik und zu ethischen Fragen des Einsatzes von Pflegerobotern. Er ist der Meinung, dass diese die persönliche Autonomie von Patienten verbessern, aber auch deren informationelle Autonomie verletzen können. Mark Coeckelbergh, inzwischen an der Universität Wien tätig, fragte nach den Anforderungen in der Pflege und wie Pflegeroboter, auch aus Sicht der Maschinenethik, dazu passen, und Michael Decker vom KIT in Karlsruhe präsentierte ein aktuelles Projekt in diesem Bereich. Grundsätzliche Technologiekritik übte Jutta Weber von der Universität Paderborn. Markus Wohlmannstetter von der Krankenanstalt Rudolfstiftung nahm die Perspektive der Pflegerinnen und Pfleger ein. Ina Wagner, Mitglied der Bioethikkommission, fasste die Ergebnisse zusammen. Im Anschluss stellten Mitglieder der Kommission und der Öffentlichkeit eine Stunde lang ihre Fragen, wobei nicht nur teilautonome Pflege-, sondern auch autonome Kampfroboter thematisiert wurden, deren Einsatz ein älterer Österreicher forderte, während Oliver Bendel sich dagegen aussprach, obwohl sie, wie er erklärte, nicht plündern, brandschatzen oder vergewaltigen, also auch gewisse Vorteile hätten. Am Ende wurden die Referenten, die der Alpenrepublik ihre Erkenntnisse honorarfrei übermittelt hatten, mit einem kräftigen Applaus verabschiedet. Weitere Informationen und Fotos über www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160503_OTS0014/bioethikkommission-diskutiert-den-einsatz-von-robotern-im-pflegebereich

 

Wasch mich, Robby!

„In der Pflege herrscht Fachkräftemangel. Pflegeroboter könnten das Problem lösen. Aber selbst wenn die Technik so weit sein sollte: Wollen sich Menschen tatsächlich von einer Maschine pflegen lassen?“ Mit diesen Worten beginnt ein Artikel von Stella Hombach im Ihre Gesundheitsprofis MAGAZIN. Befragt wurden Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz, der Wirtschaftsinformatiker sowie Informations- und Maschinenethiker ist, und Johanna Knüppel vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK). Bendel hat nichts gegen den Einsatz von Pflegerobotern, wenn diese Pflegekräfte entlasten und den Wünschen von Pflegebedürftigen entgegenkommen. Auch die Intimsphäre könnte geschützt werden. Denn nicht „nur bei Routinetätigkeiten wie Einkaufen und Putzen“, so das Ergebnis von Untersuchungen und Befragungen, sondern auch beim Gang auf die Toilette und „beim Waschen im Intimbereich ziehen manche Patienten die Hilfe eines Roboters vor“ (Ihre Gesundheitsprofis MAGAZIN, 6. Januar 2016). Auch Knüppel hat gegen den Einsatz nichts einzuwenden. „Gerade beim Umlagern“, so wird sie zitiert, „ist jede Hilfe willkommen.“ (Ihre Gesundheitsprofis MAGAZIN, 6. Januar 2016) Wichtig ist beiden, dass der Patient mitreden darf. Der Artikel mit dem Titel „Beim Waschen lieber den Roboter“ kann über www.igp-magazin.de/beim-waschen-lieber-den-roboter/ aufgerufen werden.

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Abb.: Medikamente kann der Pflegeroboter auch bringen

Wen sollen das Auto und die Drohne töten?

Wen soll das autonome Auto töten? Darf es überhaupt töten? Wen soll die Drohne töten? Der Maschinenethiker Oliver Bendel befasst sich seit mehreren Jahren mit solchen Fragen. Bei watson.ch gibt es am 4. November alte und neue Antworten. Bendel spricht sich dafür aus, die Maschine nicht über Leben und Tod von Menschen entscheiden zu lassen. Dafür muss man das Roboterauto, wenn man es zulässt, in die Schranken weisen. Auf separaten Fahrspuren, zu bestimmten Uhrzeiten und mit reduzierter Geschwindigkeit entstehen weniger Unfälle und dadurch weniger Dilemmata. Zudem werden die Fahrzeuge für Skeptiker und Gegner berechenbarer, was ihrer Akzeptanz zuträglich ist. Überhaupt muss, so fordert Bendel, die Gesellschaft miteinbezogen werden. Am Rande wird auch auf Kampfroboter eingegangen. Der Maschinenethiker sagt dazu: „Ich habe zwar den Aufruf gegen Kampfroboter mitunterschrieben, aber ich muss zugeben, dass die Sache nicht ganz so schwarz-weiss ist, wie sie auf den ersten Blick scheint. Ein Kollege stellte schon vor einiger Zeit fest: Im Gegensatz zu Soldaten vergewaltigen Killerroboter nicht, sie brandschatzen nicht, sie plündern nicht. Sympathisch sind sie mir trotzdem nicht.“ (watson.ch, 4. November 2015) Der Beitrag kann über www.watson.ch/!106690026 aufgerufen werden.

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Abb.: An diesem Jagdflugzeug war noch nichts autonom

60 Beiträge zur Maschinenethik

Im Folgenden eine Zusammenstellung von über 60 Artikeln und Buchbeiträgen, die Oliver Bendel seit 2001 zur Maschinenethik, zur Robotik und zu verwandten Bereichen geschrieben hat. Die meisten sind online verfügbar. Es geht u.a. um die Entscheidungen von autonomen Autos, Servicerobotern und Chatbots.

Bendel, Oliver. Einfache moralische Maschinen: Vom Design zur Konzeption. In: Barton, Thomas; Erdlenbruch, Burkhard; Herrmann, Frank et al. (Hrsg.). Prozesse, Technologie, Anwendungen, Systeme und Management 2015. Tagungsband zur 28. AKWI-Jahrestagung vom 06.09.2015 bis 09.09.2015 an der Hochschule Luzern – Wirtschaft. mana-Buch, Heide 2015. S. 171 – 180. Auch als PDF (Postprint) verfügbar.

Bendel, Oliver. Wenn ein Chatbot zum Lügenbot wird. In: ICTkommunikation (Online-Ausgabe), 24. Juli 2015. Über http://ictk.ch/content/wenn-ein-chatbot-zum-l%C3%BCgenbot-wird.

Bendel, Oliver. Die Industrie 4.0 aus ethischer Sicht. In: Reinheimer, Stefan (Hrsg.). HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik, 22. Juli 2015 („Online-First“-Artikel auf SpringerLink).

Bendel, Oliver. Der kleine Lauschangriff: Auditive Systeme aus Sicht der Ethik. In: Telepolis, 5. Juli 2015. Über http://www.heise.de/tp/artikel/45/45319/1.html.

Bendel, Oliver. Medizinische Roboter mit Nebenwirkungen. In: SenLine,  27. Juni 2015. Über http://www.senline.ch/medizinische-roboter-mit-nebenwirkungen-id1093.

Bendel, Oliver. Alle Maschinen sind gleich In: ICTkommunikation (Online-Ausgabe), 18. Mai 2015. Über http://ictk.ch/content/alle-maschinen-sind-gleich.

Bendel, Oliver. Robot Cars from the Fifties. In: gbs-schweiz.org, 13. April 2015. Über http://gbs-schweiz.org.

Bendel, Oliver. Made in Switzerland: Smart Cars. In: UnternehmerZeitung, 5 (2015) 21. S. 34 – 35. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Die Parkbucht des Karneades: Viereinhalb Dilemmata der Robotik. In: inside-it.ch, 17. März 2015. Über http://www.inside-it.ch/articles/39531.

Bendel, Oliver. Reflections on the Development and the Design of Medical and Care Robots. In: gbs-schweiz.org, 5. März 2015. Über http://gbs-schweiz.org.

Bendel, Oliver. Die Maschinenstürmer des Informationszeitalters. In: ICTkommunikation (Online-Ausgabe), 5. März 2015. Über http://ictk.ch/content/die-maschinenst%C3%BCrmer-des-informationszeitalters.

Bendel, Oliver. Drohne. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/drohne.html.

Bendel, Oliver. Können Maschinen lügen? Die Wahrheit über Münchhausen-Maschinen. In: Telepolis, 1. März 2015. Über http://www.heise.de/tp/artikel/44/44242/1.html.

Bendel, Oliver. Chancen und Risiken 4.0. In: UnternehmerZeitung, 2 (2015) 21. S. 35 – 35. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Überlegungen zur Disziplin der Tier-Maschine-Interaktion. In: gbs-schweiz.org, 14. Februar 2015. Über http://gbs-schweiz.org/blog/ueberlegungen-zur-disziplin-der-tier-maschine-interaktion/.

Bendel, Oliver. Private Drohnen aus ethischer Sicht: Chancen und Risiken für Benutzer und Betroffene. In: Informatik-Spektrum, 14. Februar 2015 („Online-First“-Artikel auf SpringerLink).

Bendel, Oliver. Neun Thesen zu autonomen Autos. In: ICTkommunikation (Online-Ausgabe), 6. Februar 2015. Über http://ictk.ch/content/neun-thesen-zu-autonomen-autos.

Bendel, Oliver. Selbstständig fahrende Autos. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/selbststaendig-fahrende-autos.html.

Bendel, Oliver. Roboselfies: Wie Roboter von Selfies profitieren. In: Telepolis, 1. Februar 2015. Über http://www.heise.de/tp/artikel/43/43793/1.html.

Bendel, Oliver. Philosophie. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/philosophie.html.

Bendel, Oliver. Die Roboter sind unter uns. In: Netzwoche, 22 (2014). S. 28. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Advanced Driver Assistance Systems and Animals. In: Künstliche Intelligenz, Volume 28, Issue 4 (2014). S. 263 – 269.

Bendel, Oliver. Mensch-Maschine-Interaktion. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/mensch-maschine-interaktion.html.

Bendel, Oliver. Soziale Robotik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/soziale-robotik.html.

Bendel, Oliver. Cyber-physische Systeme. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/cyber-physische-systeme.html.

Bendel, Oliver. Surgical, Therapeutic, Nursing and Sex Robots in Machine and Information Ethics. In: van Rysewyk, Simon Peter; Pontier, Matthijs. Machine Medical Ethics. Series: Intelligent Systems, Control and Automation: Science and Engineering. Springer, Berlin, New York 2014.

Bendel, Oliver. Industrie 4.0. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/industrie-4-0.html.

Bendel, Oliver. Wirtschaftliche und technische Implikationen der Maschinenethik. In: Die Betriebswirtschaft, 4/2014. S. 237 – 248.

Bendel, Oliver. Towards Machine Ethics. In: Technology Assessment and Policy Areas of Great Transitions. 1st PACITA Project Conference, March 13 – 15, 2013. Prague, Czech Republic. S. 321 – 326. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Maschinenethik in der Industrie 4.0: Plädoyer für einfache moralische Maschinen. In: Wissenschaftsjahr 2014 – Die Digitale Gesellschaft, 12. Juni 2014. Über http://www.digital-ist.de/experten-blog/maschinenethik-in-der-industrie-40.html.

Bendel, Oliver. Robot selfies, and the road to self-recognition. In: Robohub, 9. Juni 2014. Über http://robohub.org/robot-selfies-and-the-road-to-self-recognition/.

Bendel, Oliver. Für wen bremst das Roboterauto? In: Computerworld.ch, 16. Mai 2014. Über http://www.computerworld.ch/marktanalysen/studien-analysen/artikel/.

Bendel, Oliver. Fahrerassistenzsysteme aus ethischer Sicht. In: Zeitschrift für Verkehrssicherheit, 2/2014. S. 108 – 110.

Bendel, Oliver. Wenn Roboter Selfies schiessen. In: ICTkommunikation (Online-Ausgabe), 8. April 2014. Über http://ictk.ch/content/wenn-roboter-selfies-schiessen.

Bendel, Oliver. Fahrerassistenzsystem. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/fahrerassistenzsystem.html.

Bendel, Oliver. Das Tier als Objekt der Moral der Maschine: Zum Verhältnis von Tier- und Maschinenethik. In: Telepolis, 2. Januar 2014. Über http://www.heise.de/tp/artikel/40/40684/.

Bendel, Oliver. Considerations about the Relationship between Animal and Machine Ethics. In: AI & SOCIETY, Dezember 2013 („Online-First“-Artikel auf SpringerLink).

Bendel, Oliver. Ich bremse auch für Tiere: Überlegungen zu einfachen moralischen Maschinen. In: inside-it.ch, 4. Dezember 2013. Über http://www.inside-it.ch/articles/34646.

Bendel, Oliver. Buridans Robot: Überlegungen zu maschinellen Dilemmata. In: Telepolis, 20. November 2013. Über http://www.heise.de/tp/artikel/40/40328/1.html.

Bendel, Oliver. Der Lügenbot und andere Münchhausen-Maschinen. In: CyberPress, 11. September 2013. Über http://cyberpress.de/wiki/Maschinenethik.

Bendel, Oliver. Dr. Robot entdeckt die Moral: Maschinen- und Menschenethik im Gesundheitsbereich. In: IT for Health, 02/2013. S. 2 – 4. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Einfache moralische Maschinen. In: KMU Business World, 30. August 2013. Über http://www.kmu-businessworld.ch/de/content/einfache-moralische-maschinen.

Bendel, Oliver. Asimovs Automatobile: Selbstständig fahrende Autos in Fiktion und Realität und als Gegenstand der Maschinenethik. In: Telepolis, 27. August 2013. Über http://www.heise.de/tp/artikel/39/39728/1.html.

Bendel, Oliver. Roboterethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2013. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/roboterethik.html.

Bendel, Oliver. Good bot, bad bot: Dialog zwischen Mensch und Maschine. In: UnternehmerZeitung, 7 (2013) 19. S. 30 – 31. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Über gute und böse Maschinen: Möglichkeiten und Grenzen der Maschinenethik. In: ICTkommunikation, 5/2013. S. 28 – 30. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Towards a machine ethics. In: Technology Assessment and Policy Areas of Great Transitions: Book of Abstracts. 1st PACITA Project Conference, March 13 – 15, 2013. Prague, Czech Republic. pp. 229 – 230. Über http://pacita.strast.cz/en/conference/documents.

Bendel, Oliver. Die Moral der Maschinen: Überlegungen zur Maschinenethik. In: inside-it.ch, 24. Oktober 2012. Über http://www.inside-it.ch/articles/30517.

Bendel, Oliver. Maschinenethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2012. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/maschinenethik.html.

Bendel, Oliver, Michael Gerhard. Handy-Avatare – Möglichkeiten der mobilen Kommunikationsunterstützung. In: InfoWeek.ch, 12 (2004). S. 51 – 55.

Bendel, Oliver. Was sind eigentlich pädagogische Agenten? In: HR IN AKTION – Monatlicher Informationsdienst für interaktive Methoden in der Personal-, Organisations- und Unternehmensentwicklung, 2 (2003). Ohne Seitenangabe.

Bendel, Oliver. Virtuelle Lehrer und Tutoren. In: SPECIAL: eTutoring (Sonderheft der eLearning-expo), 1 (2003). Ohne Seitenangabe.

Bendel, Oliver. Virtuelle Tutoren. In: bulletin, Organ der asut und von SwissICT, 4 (2003). S. 34 – 36.

Bendel, Oliver. Lernen von Gandalf und Co. In: Newsletter Systems & Business 7 (2003).

Bendel, Oliver. Von Mensch zu Maschine. In: Newsletter Systems & Business 4 (2003).

Bendel, Oliver. Pädagogische Agenten im Corporate E-Learning. Dissertation. Difo, St. Gallen 2003.

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Bendel, Oliver: Animierte Agenten. In: Newsletter Convergence & Business 1 (2002).

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Bendel, Oliver. Avatar. In: Mertens, Peter, Andrea Back, Jörg Becker et al. (Hrsg.). Lexikon der Wirtschaftsinformatik. 4., vollst. neu bearbeit. u. erweit. Aufl. Springer, Berlin u.a. 2001. S. 60.

Für ein Verbot von Kampfrobotern

KI-Forscher und Robotiker sowie weitere Wissenschaftler aus aller Welt haben das Verbot von autonomen Waffensystemen, etwa Kampfrobotern, gefordert. Zu den Unterzeichnern des offenen Briefs gehören der Physiker und Astrophysiker Stephen Hawking, der Apple-Co-Founder Steve Wozniak und der Sprachwissenschaftler und Linksintellektuelle Noam Chomsky. Manche Experten lehnen Kampfroboter ab, weil diese falsche Entscheidungen treffen und die Bevölkerung verunsichern können, andere weisen darauf hin, dass Maschinen anders als Menschen nicht zu Plünderungen, Brandschatzungen und Vergewaltigungen neigen und somit die Nebenschauplätze von Kriegen menschlicher gestaltet werden können. Zudem könne man das Leben derjenigen Soldaten schützen, die von den Robotern unterstützt oder ersetzt werden. Der offene Brief wurde bei der Eröffnung der IJCAI 2015 Conference am 28. Juli 2015 präsentiert. Unterschrieben hat ihn auch der Maschinenethiker Oliver Bendel, der in seinen Fachartikeln nicht zuletzt Kampfdrohnen thematisiert hat und der Robotern, die komplexe Entscheidungen mit moralischen Implikationen zu treffen haben, ausgesprochen kritisch gegenübersteht. Er spricht sich für sogenannte einfache moralische Maschinen aus.

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Abb.: Damals war alles noch Science-Fiction

Das Zähmen der Maschinen

„Das Zähmen der Maschinen“ ist der Titel eines Artikels von Danja Nüesch für SRF, Schweizer Radio und Fernsehen. Behandelt werden die Themen der Maschinenethik, auf der Grundlage eines Interviews mit Oliver Bendel. Der Professor für Wirtschaftsinformatik und Informationsethik an der Hochschule für Wirtschaft FHNW treibt auch Maschinenethik. Er spricht sich für einfache moralische Maschinen aus. Seine Paradebeispiele sind der GOODBOT, ein verbesserter Chatbot, und Ladybird, ein tierfreundlicher Saugroboter. Auch tierfreundliche Windkraftanlagen und waffenfeindliche 3D-Drucker werden angeführt. Von komplexen moralischen Maschinen rät Oliver Bendel eher ab. Die militärische Drohne sollte ebenso wie das selbstständig fahrende Auto bestimmte Entscheidungen den Menschen überlassen. Diese müssen also, als Soldaten, Insassen etc., intervenieren können. Nichts spricht dagegen, dass sich Roboterautos oder Fahrerassistenzsysteme in klar abgrenzbaren Situationen mit nur wenigen Optionen moralisch verhalten. Zum Beispiel kann – wie der Experte verschiedenenorts argumentiert – automatisch für ein Tier gebremst werden, wenn kein Hintermann zu sehen ist. Der Beitrag kann über www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/das-zaehmen-der-maschinen aufgerufen werden.

Isolated wind turbines

Abb.: Noch nicht tierfreundliche Windkraftanlagen

Kampfroboter mit Moralempfinden

Wie verschiedene Medien melden, will das US-Militär „Roboter mit Moralempfinden entwickeln“. Das will es schon lange, aber nun wird die Öffentlichkeit informiert. Auf GIZMODO heißt es: „Über die nächsten fünf Jahre stellt eine Abteilung des US-Verteidigungsministeriums, das Office of Naval Research, 7,5 Mio. US-Dollar (etwa 5,5 Mio. Euro) für Universitätsforschung zur Verfügung, um Roboter zu entwickeln, die richtig und falsch unterscheiden können. So könnten autonome Kampfsysteme effektiver und selbstständiger operieren. Manch ein Wissenschaftler glaubt sogar, dass solche Maschinen bessere Entscheidungen als Menschen treffen könnten, da sie einfach klaren Regeln folgen, um die Chancen und Risiken von Operationen zu bewerten.“ Es ist wichtig, die Maschinenethik möglichst unabhängig von militärischer Forschung zu halten und die zivile, kommerzielle Nutzung voranzutreiben. Dass dies nicht einfach sein wird, liegt auf der Hand.

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Abb.: Soldier Robot