Schlagworte: KI

KI in der APuZ

Die Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte widmet sich in ihrer Ausgabe 6-7/2018 der Künstlichen Intelligenz, der Robotik und der Maschinenethik. Die Beträge stammen u.a. von Prof. Dr. Rául Rojas und Thea Dorn („Die können was! Aber können Roboter auch fühlen?“), Prof. Dr. Catrin Misselhorn („Können und sollen Maschinen moralisch handeln?“) sowie Prof. Dr. Oliver Bendel („Überlegungen zur Disziplin der Maschinenethik“). Aus Politik und Zeitgeschichte, die Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, wird von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben. „Sie veröffentlicht wissenschaftlich fundierte, allgemein verständliche Beiträge zu zeitgeschichtlichen und sozialwissenschaftlichen Themen sowie zu aktuellen politischen Fragen. Die Zeitschrift ist ein Forum kontroverser Diskussion, führt in komplexe Wissensgebiete ein und bietet eine ausgewogene Mischung aus grundsätzlichen und aktuellen Analysen.“ (Website APuZ) Weitere Informationen und Zugriff auf die Beiträge über www.bpb.de/apuz/.

Vortrag zum Human Brain Project

„Trotz einiger spektakulärer Erfolge bleiben die heutigen Systeme künstlicher Intelligenz weit hinter den in sie gesetzten Erwartungen zurück. Neue Impulse erhoffen sich Wissenschaftler durch den Start von Großforschungsprojekten wie dem europäischen ‚Human Brain Project‘. Dessen Ziel ist eine möglichst präzise elektronische Simulation des menschlichen Gehirns. Dazu bündeln sie das gesamte heute vorhandene Wissen über neuronale Verschaltungen und versuchen es, in Algorithmen zu transformieren.“ (Website Daimler und Benz Stiftung) So die Ankündigung eines Vortrags von Dr. Florian Röhrbein (Lehrstuhl für Echtzeitsysteme und Robotik der TU München) durch die Daimler und Benz Stiftung. „Dank solcher ‚Gehirn-inspirierter Kontrollstrukturen‘ sollen völlig neuartige Neuroroboter entstehen. Sie werden nicht nur wesentlich intelligenter sein, sondern könnten auch aktiv auf ihre Umgebung einwirken. In seinem Vortrag wird Röhrbein den aktuellen Stand der Forschung erläutern sowie mit den Zuhörern über ethische Aspekte und gesellschaftliche Auswirkungen dieser Entwicklung diskutieren.“ (Website Daimler und Benz Stiftung) Der Vortrag findet am 22. Februar 2018 im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart statt. Weitere Informationen über www.daimler-benz-stiftung.de.

Abb.: Neuartige Neuroboter sollen die Zukunft sein

Auslaufmodell Mensch?

„Der Traum, gottgleich etwas zu schaffen, ist dem Menschen eigen. Schon in der menschlichen Ideengeschichte gab es immer beides: Utopie und Dystopie. Mit Hilfe von Computern … ist es gelungen, eine künstliche Intelligenz zu kreieren, die uns nicht nur beim Go oder Pokern schlägt oder als Sprachassistentin behilflich ist.“ Die Debatte um KI-gesteuerte Waffen, menschenähnliche Roboter oder selbstfahrende Autos zeige, „dass hier auch neue grundlegende ethische Fragen aufgeworfen werden“. „Die Sendung will Fakten und Einsichten zum Thema liefern.“ (Website MDR Kultur) So MDR Kultur in der Ankündigung der Sendung „Auslaufmodell Mensch – wird uns die künstliche Intelligenz überflügeln?“ vom 24. Januar 2018. Zu Wort kam am Ende der Informations- und Maschinenethiker Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Die einzelnen Beiträge können über die Website des MDR aufgerufen werden.

Abb.: Auslaufmodell Mensch?

Ausgewählte Artefakte der Maschinenethik

Zu den Partnerinnen der Maschinenethik zählen Robotik und KI, zudem die Informatik im weiteren Sinne. Zur Wirtschaftsinformatik, zwischen Informatik und Betriebswirtschaftslehre angesiedelt, sieht Prof. Dr. Oliver Bendel ebenfalls Bezüge: Maschinenethik bringt wie sie Artefakte (auch für wirtschaftliche Zusammenhänge) hervor und verwendet wie sie Modellierungen. In seiner bisherigen Arbeit an der Hochschule für Wirtschaft FHNW hat er sich auf einfache moralische Maschinen konzentriert. Diese folgen einigen einfachen Regeln, sind in überschaubaren Situationen tätig und lernen allenfalls insofern hinzu, als sie den Benutzer besser einschätzen können. Ihre Moral verändern sie nicht. In seinem Artikel „Ausgewählte Artefakte der Maschinenethik“, erschienen am 16. Januar 2017 in ICTkommunikation, stellt Oliver Bendel die bisherigen Ergebnisse kurz vor. Abschließend skizziert er ein geplantes Projekt. Der Artikel ist über ictk.ch/inhalt/ausgew%C3%A4hlte-artefakte-der-maschinenethik abrufbar.

Abb.: Auch das ist ein Artefakt

Eine gesellschaftliche und politische Revolution

WIR KAUFLEUTE ist das Magazin des Kaufmännischen Verbandes Zürich. In der Ausgabe von Januar und Februar 2018 geht es um Künstliche Intelligenz und Robotik. In der Inhaltsübersicht findet sich ein Hinweis auf ein Interview mit dem Wirtschaftsinformatiker, Maschinenethiker und Informationsethiker Oliver Bendel: „Wenn Roboter und KI-Systeme uns Arbeit abnehmen, genügen für uns womöglich künftig vier, fünf Stunden Arbeitszeit am Tag. Vielleicht muss auf die digitale Revolution, die im Kern eine wirtschaftliche ist, eine gesellschaftliche und politische folgen, sagt der Philosoph und Wirtschaftsinformatiker OLIVER BENDEL.“ (WIR KAUFLEUTE, 1/2 2018) Das Interview selbst ist auf den Seiten 4 und 5 abgedruckt, unter dem Titel „Künstliche Intelligenz wird uns nicht auslöschen“. Zu Wort kommt zudem Roland Siegwart vom Institut für Robotik und Intelligente Systeme der ETH Zürich. Das gesamte Heft kann über www.kfmv-zuerich.ch/data/docs/de_CH-1996/31072/WK-MAGAZIN-01-02-2018.pdf heruntergeladen werden.

Abb.: Am Flughafen Zürich

Artificial Intelligence & Robotics

Die Handelsblatt-Jahrestagung „Strategisches IT-Management“ findet vom 15. bis 17. Januar 2018 in München statt. Die erste Keynote hält Dr. Helmuth Ludwig (Global Head of Information Technology, SIEMENS AG) zum Thema „Digitalisierung verändert alles“. „Geschäftsmodelle und ganze Branchen wandeln sich exponentiell. Das Fahrwasser für die IT-Organisation ist stürmisch.“ (Website Handelsblatt-Tagung) Das Grußwort stammt von Dr. Markus Söder, MdL, Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Referenten im Themenbereich „Artificial Intelligence & Robotics“ sind u.a. Prof. Dr. oec. HSG Oliver Bendel (Professor für Wirtschaftsinformatik, Informationsethik und Maschinenethik, Hochschule für Wirtschaft FHNW), Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf (Leiter der Forschungsstelle RobotRecht, Julius-Maximilians-Universität Würzburg), Dr. Martin Hofmann (Group CIO, Volkswagen AG) und Prof. Dr.-Ing. habil. Alois C. Knoll (Lehrstuhlinhaber für Echtzeitsysteme und Robotik, Technische Universität München). Weitere Informationen über veranstaltungen.handelsblatt.com/it-jahrestagung/.

Abb.: KI in München

10. Regensburger Intensivpflegetag

Am 11. Oktober 2017 findet der 10. Regensburger Intensivpflegetag statt. Prof. Dr. Martina Müller-Schilling (Universitätsklinikum Regensburg) und Dr. Tomáš Kural (Karls-Universität, Zweigstelle Pilsen) schreiben in ihrem Grußwort: „Erstmals in der nun 10-jährigen Geschichte unseres Intensivpflegetages sind wir ein internationales Organisatoren- und Schirmherrenteam und freuen uns den diesjährigen Pflegetag gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Karls-Universität Pilsen zu gestalten. Die Partnerstädte Pilsen und Regensburg haben vieles gemeinsam: ein großes kulturelles Erbe, sie stellen das Oberzentrum der Region auf beiden Seiten der Grenze dar und beide haben eine medizinische Fakultät, mit der wir den gegenseitigen Austausch und die Partnerschaft weiter stärken wollen.“ (Programm 10. Regensburger Intensivpflegetag) Es referieren u.a. Prof. Dr. Thomas Bein (Universitätsklinikum Regensburg), Dr. Thomas Böttcher (Universität Konstanz), Dr. Václav Liška (Karls-Universität, Zweigstelle Pilsen) und Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW). Weitere Informationen über http://www.uniklinikum-regensburg.de/service/Veranstaltungen/05031.php.

Abb.: Gesund und munter

KI in der NG

Der Beitrag zur Künstlichen Intelligenz in der Zeitschrift National Geographic (7/2017) ist nun als PDF verfügbar und kann hier heruntergeladen werden. Auf 14 Seiten widmet man sich der Arbeit von Oliver Bendel. Der Informations- und Maschinenethiker stand dem Chefredakteur Florian Gless und der Redakteurin Ines Bellinger Rede und Antwort, die von Hamburg in die Schweiz gereist waren. Zudem gibt es eine Graphic Novel zu aktuellen Entwicklungen und den entsprechenden Überlegungen von Oliver Bendel. Ein Glossar zur KI rundet den Beitrag ab. Die Fotos stammen von Elias Hassos, der u.a. Hans Magnus Enzensberger und Martin Walser porträtiert und auf dem FHNW-Campus Brugg-Windisch fotografiert hat. „Wir können in der Hängematte liegen“ – so lautet die Überschrift des Beitrags. Oliver Bendel ist der Meinung, dass uns Roboter unterstützen und entlasten können. Dass Menschen die besten Jahre des Lebens und die besten Stunden des Tages einem Unternehmen schenken, das ihnen womöglich nicht einmal sympathisch ist, hält er für eine Ideologie, die man hinterfragen kann. Vielleicht reichen vier Stunden am Tag für den Lebensunterhalt, wenn ein Grundeinkommen dazukommt. Denn die Gewinne werden weiter erzielt, mit Hilfe von Robotik und KI auch ohne die Arbeiter und Angestellten. Sie müssen nur gerecht verteilt werden. Weitere Informationen über www.nationalgeographic.de.

Abb.: KI in der NG

Über Fat Man und Wonder Woman

Was haben Wonder Woman und ein Lügendetektor gemeinsam? Warum schämen wir uns für andere Menschen? Kann die Sonne erlöschen? Wer war Mata Hari? Die Fragen bei „Beat the Prof“ auf ZEIT ONLINE sind immer anregend, die Antworten oft verblüffend. Im Mai 2017 wurde ein neues Quiz freigeschaltet, und zwar zu Künstlicher Intelligenz, Robotik und Maschinenethik. Die Fragen und Antworten erarbeitete der Informations- und Maschinenethiker Oliver Bendel, der in Zürich lebt und in Basel, Olten und Windisch an der Hochschule für Wirtschaft FHNW arbeitet. Enthalten ist u.a. eine Frage zum Fetter-Mann-Problem. Der bedauernswerte Unbeteiligte werde von einer Brücke auf ein Gleis gestoßen. Aber warum? Antwort 1: „Er wird getötet, damit andere auf dem Gleis überleben.“ Antwort 2: „Er wird heruntergeschubst, damit die Brücke nicht einstürzt.“ Antwort 3: „Er wird getötet, damit das Fetter-Mann-Problem entsteht.“ Das Quiz kann über www.zeit.de/campus/2017-05/beat-the-prof-ethik-kuenstliche-intelligenz aufgerufen werden. Aber Achtung: Die Zeit läuft davon!

Abb.: Fat Man vor der Entscheidung

Liebe und Sex mit Robotern

Die Konferenz im Dezember 2016 an der University of London (Goldsmiths) mit dem Titel „Love and Sex with Robots“ hat ein enormes internationales Echo ausgelöst. Insbesondere in den englischen und amerikanischen Boulevardmedien wurden Aussagen der Referenten verdreht und verfälscht. Was sie wirklich gesagt und gemeint haben, lässt sich nun schwarz auf weiß nachlesen. Ende April 2017 ist das Buch „Love and Sex with Robots“ bei Springer herausgekommen, in der Reihe „Lecture Notes in Artificial Intelligence“. Aus dem Klappentext: „This book constitutes the refereed proceedings of the Second International Conference on Love and Sex with Robots 2016 in December 2016, in London, UK. The 12 revised papers presented together with 1 keynote were carefully reviewed and selected from a total of 38 submissions. … The topics of the conferences were as follows: robot emotions, humanoid robots, clone robots, entertainment robots, robot personalities, teledildonics, intelligent electronic sex hardware, gender approaches, affective approaches, psychological approaches, sociological approaches, roboethics, and philosophical approaches.“ (Klappentext) Beiträge stammen u.a. von David Levy, Emma Yann Zhang und Oliver Bendel. Das Buch kann hier bestellt werden.