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Moralmenü (MOME) für LADYBIRD

LADYBIRD, der tierfreundliche Staubsaugerroboter, wurde 2014 erdacht und 2017 an der Stanford University (AAAI Spring Symposia) vorgestellt und dann an der School of Business FHNW als Prototyp umgesetzt. Im Kontext des Projekts wurde ein Menü vorgeschlagen, mit welchem der Benutzer die Moral des Staubsaugerroboters einstellen kann. Dieser verschont, wie der Name andeutet, Marienkäfer. Auch Spinnen sollte er am Leben lassen. Wer aber zum Beispiel partout bestimmte Insekten einsaugen lassen will, könnte dies über ein Menü festlegen. Wichtig ist, dass LADYBIRD insgesamt tierfreundlich bleibt. Über das Menü wird, so war die Idee, eine Stellvertretermoral im Detail entwickelt. Der Staubsaugerroboter als Stellvertretermaschine macht das, was der Besitzer auch machen würde. 2018 kam das Moralmenü (MOME) für LADYBIRD als Designstudie auf die Welt. Dieses kann man mit weiteren Ansätzen und Technologien koppeln. So könnte der Benutzer erfahren, wie andere entschieden haben, und wie die persönliche Moral, die er auf die Maschine übertragen hat, eingeschätzt wird. Auch könnte er gewarnt und aufgeklärt werden, wenn er nicht nur Ungeziefer, sondern auch Spinnen einsaugen lassen will.

Abb.: Moralmenü für LADYBIRD

Moralmenü für Sprachassistenten

Im Kontext des LADYBIRD-Projekts (2014/2017) wurde ein Menü vorgeschlagen, mit welchem der Benutzer die Moral des Staubsaugerroboters einstellen kann. Dieser verschont, wie der Name andeutet, Marienkäfer. Auch Spinnen sollte er am Leben lassen. Wer aber zum Beispiel partout bestimmte Insekten einsaugen lassen will, könnte dies über ein Menü festlegen. Wichtig ist, dass LADYBIRD insgesamt tierfreundlich bleibt und sich nicht ins Gegenteil verkehrt (und Marienkäfer sind auf jeden Fall tabu). Über das Menü wird eine Stellvertretermoral entwickelt. Der Staubsaugerroboter macht das, was der Besitzer auch machen würde. Andere Maschinen wie Sprachassistenten bzw. virtuelle Assistenten haben in der Regel keine grundsätzliche moralische Ausrichtung, eignen sich aber ebenso für den Einsatz eines Moralmenüs. Google Assistant soll in Zukunft mit Hilfe der Audiofunktion alle möglichen Reservierungen vornehmen (das Projekt wird Duplex genannt). Damit automatisiert er Vorgänge, die privaten und sozialen Charakter haben. Viele Benutzer werden es schätzen, wenn der Telefonassistent die eigenen Wertvorstellungen vertritt, da er ja in ihrem Namen bzw. Auftrag spricht. Die Designstudie MOME stellt ein Moralmenü beispielhaft für virtuelle Assistenten dieser Art vor. Die erste Option lautet: „Ich sage, dass ich eine Maschine bin.“ Eine solche Funktion war schon beim GOODBOT von 2013, einem moralisch adäquat agierenden und reagierenden Chatbot, umgesetzt.

Abb.: Moralmenü für virtuelle Assistenten