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Lexikon zu Informations- und Maschinenethik

Ein neues Springer-Lexikon mit dem Titel „300 Keywords Informationsethik“ erscheint Anfang 2016. Oliver Bendel, Wirtschaftsinformatiker, Informationsethiker und Maschinenethiker, hat das ganze Werk verfasst. Dadurch handelt es sich um ein Nachschlagewerk aus einem Guss, was eine Seltenheit und eine Besonderheit ist. Manche der Begriffe werden kurz und knapp erklärt, andere seitenlang. Nach der Lektüre ist man umfassend in die Bereichsethik eingeführt, die auch mit dem Begriff der digitalen Ethik umrissen wird und der man Computerethik, Netzethik und Neue-Medien-Ethik zuordnen kann. Und auch die Maschinenethik und die Roboterethik sind einem nicht mehr fremd. Natürlich lernt der Leser den Big Brother (und den Little Brother) kennen, und es kommt ihm die Filter Bubble entgegengeschwebt. Gespannt sein darf man auf den Cyberhedonismus, den Sexroboter und den Wutbürger. Weitere Informationen sind im Herbst 2015 bei Springer erhältlich.

Autonomes Fahren

Bei Springer ist im Frühjahr 2015 der Herausgeberband „Autonomes Fahren: Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte“ erschienen. Folgende Fragen werden aufgeworfen: „Ist das voll automatisierte, autonom fahrende Auto zum Greifen nah? … Wie werden autonome Fahrzeuge in das aktuelle Verkehrssystem integriert? Wie erfolgt ihre rechtliche Einbettung? Welche Risiken bestehen und wie wird mit diesen umgegangen? Und welche Akzeptanz seitens der Gesellschaft sowie des Marktes kann hinsichtlich dieser Entwicklungen überhaupt erwartet werden?“ (Info auf springer.com) Experten aus Deutschland und den USA „beschreiben aus ingenieur- und gesellschaftswissenschaftlicher Sicht zentrale Themen im Zusammenhang mit der Automatisierung von Fahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr“ und versuchen aufzuzeigen, welche Entscheidungen einem autonomen Fahrzeug abverlangt werden bzw. welche Moral programmiert werden muss. Gefördert wurde die Publikation durch die Daimler und Benz Stiftung. Das breite Themenspektrum gefällt. Es fällt auf, dass in den Beiträgen zentrale Begriffe wie „Maschinenethik“ und „Moralische Maschinen“ fehlen (die in den Literaturangaben vorkommen) und dass man auf diesen Gebieten tätige Wissenschaftler aus der Schweiz und aus Österreich nicht einbezogen hat; zudem sind führende Experten aus Informatik, Robotik und Rechtswissenschaft nicht dabei, etwa Raúl Rojas (Berlin) und Eric Hilgendorf (Würzburg), die sich seit Jahren mit dem autonomen Fahren beschäftigen. Das Buch kann über http://www.springer.com/de/book/9783662458532 heruntergeladen werden.