Schlagworte: Tierschutz

Projekt HAPPY HEDGEHOG

An der Hochschule für Wirtschaft FHNW entsteht zwischen Juni 2019 und Januar 2020 das sechste Artefakt der Maschinenethik. Ideengeber und Auftraggeber ist Prof. Dr. Oliver Bendel. In der Tier-Maschine-Interaktion geht es um Design, Evaluierung und Implementierung von (in der Regel höherentwickelten bzw. komplexeren) Maschinen und Computersystemen, mit denen Tiere interagieren und kommunizieren und die mit Tieren interagieren und kommunizieren. Die Maschinenethik bezieht sich bisher vor allem auf Menschen, kann aber auch bei Tieren dienlich sein. Sie versucht moralische Maschinen zu konzipieren und mit Hilfe weiterer Disziplinen wie Informatik und KI bzw. Robotik zu implementieren. Ziel des Projekts ist die detaillierte Beschreibung und prototypische Umsetzung eines tierfreundlichen Serviceroboters, genauer gesagt eines Mähroboters, genannt HAPPY HEDGEHOG (HHH). Dieser soll mit Hilfe von Sensoren und moralischen Regeln vor allem Igel (auch und insbesondere Jungtiere) erkennen und geeignete Maßnahmen einleiten (Unterbruch der Arbeit, Vertreiben des Igels, Information des Besitzers). Das Projekt hat Ähnlichkeiten mit einem anderen Projekt, das früher durchgeführt wurde, nämlich LADYBIRD. Dieses Mal soll aber mehr auf vorhandene Geräte, Plattformen und Software gesetzt werden. Als erstes Artefakt entstand an der Hochschule der GOODBOT – im Jahre 2013.

Auto, Motor, Spaß

Lustiges und Ernstes war beim Auto-Motor-Sport-Kongress 2015 in Stuttgart zu vernehmen. Winfried Hermann, seines Zeichens Verkehrsminister in Baden-Württemberg, sorgte sich um sein bestes Stück: „Autonomes Fahren ist die Entmannung des deutschen Autofahrers“, sagte der grüne Politiker laut der Süddeutschen Zeitung vom 11. April 2015. Rafael Capurro, Informationsethiker, begab sich auf das Gebiet der Maschinenethik und ging auf die Moral des Autos ein, oder genauer auf die des Menschen, die auf sein bestes Stück übertragen wird. Er bemerkte laut auto-motor-sport.de, man könne die Philosophie „Ich bremse auch für Tiere“ in solch ein System einbetten. Wer sich für Fahrerassistenzsysteme und Roboterautos nicht nur mit Blick auf Menschen interessiert, sei u.a. auf die Artikel „Das Tier als Objekt der Moral der Maschine“ (Telepolis, 2014), „Fahrerassistenzsysteme aus ethischer Sicht“ (Zeitschrift für Verkehrssicherheit, 2013) und „Considerations about the Relationship between Animal and Machine Ethics“ (AI & SOCIETY) von Oliver Bendel verwiesen. Und natürlich auf seinen Beitrag „Ich bremse auch für Tiere: Überlegungen zu einfachen moralischen Maschinen“ von 2013, erschienen in der Schweizer Zeitschrift inside-it.ch.

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Abb.: Friede und Liebe den Tieren