Google Duplex convinced not only with its voice, but also with its emphasis and way of speaking. It was imperfection that gave rise to perfection. What if you take a human-like voice and design the emphasis so that it doesn’t match what the machine says? This creates an effect that can be associated with the Uncanny Valley effect. In this example, produced using SSML, Allison tells you something very sad with a euphoric voice. It sounds a little creepy. Then she tells you something positive with an expression of regret. That sounds pretty weird. Of course, one can imagine a certain context. One can assume that the robot would also like to be a human being and that it is therefore envious of humans and full of sadness about its existence. Then you’d have a jealous, sad robot that doesn’t say what it means. Research is already underway in this area. In 2014 Jan Romportl published the paper „Speech Synthesis and Uncanny Valley“. More research is needed to better understand the effect of the synthetic voice. An interesting method is to make the emphasis inappropriate.
In einem KI-(Kunst-)Projekt von Oliver Bendel wurde am 26. Juli 2017 ein Gedicht mit Hilfe der Text-to-Speech-Engine von IBM Watson eingesprochen, unter Verwendung der Speech Synthesis Markup Language (SSML). Nachdem die Metainformationen von einer normalen künstlichen Stimme vermittelt wurden, wendet sich eine offensichtlich verliebte Roboterfrau an das menschliche Objekt ihrer Begierde. Es wurden Tags wie <voice-transformation> und <express-as> verwendet, zudem unterschiedlich lange Pausen eingebaut. Das Gedicht von Oliver Bendel kann über handyroman.net/handyhaiku/einstieg.html im Format .ogg heruntergeladen und beispielsweise über den VLC Media Player angehört werden (Link nicht mehr gültig). Bereits im März des Jahres wurde ein Haiku veröffentlicht. Es wurden Pausen am Anfang eingebaut, damit der Titel und die Metainformationen (Autor, System, Stimme, Datum) nicht zu schnell nacheinander erklingen, zudem Pausen zwischen den Zeilen des Gedichts.
Dass Roboter auch Gedichte vortragen können, zeigt ein Projekt von Oliver Bendel, das im November 2016 gestartet ist. Benutzt wurde für den zweiten Versuch am 3. März 2017 erneut die Text-to-speech-Engine von IBM Watson. Diese kann man im Prinzip für Vorlesesysteme, für Chatbots oder für Serviceroboter verwenden. Oliver Bendel passte das eigens für das Projekt verfasste „robot haiku“ mit Hilfe von Voice Transformation SSML an. Es wurden Pausen am Anfang eingebaut, damit der Titel und die Metainformationen (Autor, System, Stimme, Datum) nicht zu schnell nacheinander erklingen, zudem Pausen zwischen den Zeilen. Der Befehl <voice-transformation type=“Custom“ glottal_tension=“-80%“> bewirkt einen weichen Vortrag des Kurzgedichts. Dieses kann hier im Format .ogg heruntergeladen und beispielsweise im VLC Media Player angehört werden (Link nicht mehr gültig). Auch auf dem Handy kann man es speichern – insofern ist das Projekt eine Weiterführung der Handyhaikus, die es seit 2010 gibt.
Abb.: Auch die goldenen Jungfrauen von Hephaistos kommen vor
Dass Roboter auch Gedichte vortragen können, zeigt ein Projekt von Oliver Bendel, gestartet im November 2016. Benutzt wurde für den ersten Versuch die Text-to-speech-Engine von IBM Watson. Diese kann im Prinzip für Vorlesesysteme, für Chatbots oder für Serviceroboter verwendet werden. Das Gedicht wurde mit Hilfe der Speech Synthesis Markup Language (SSML) angepasst, einer auf XML basierenden Auszeichnungssprache. Die deutsche Stimme „Birgit“ unterstützt diese teilweise. So konnte das Personalpronomen „sie“ an drei Stellen in der Aussprache etwas verlängert werden. Es wurden Pausen am Anfang eingebaut, damit der Titel und die Metainformationen (Autor, System, Stimme, Datum) nicht zu schnell nacheinander gesprochen werden, zudem Pausen zwischen den Strophen. Der Titel des Gedichts lautet „Ein locker geflochtener Zopf“. Es geht um eine Astronautin, die auf einem Planeten, der Atmosphäre besitzt, ihr Haar schüttelt. Ein Roboter ist bei ihr, ein eitler Geck, der sich am liebsten selbst betrachtet. Die Texte aus der Sammlung „Die Astronautin“ kreisen um eine Frau im besten Alter, die allein in den Tiefen des Alls unterwegs ist. Veröffentlicht wurde daraus bisher nur „Auf dem obersten Deck“, und zwar in der Anthologie „Worte reden, Worte schweigen“ von 2013. Das Gedicht kann hier im Format .ogg heruntergeladen und beispielsweise im VLC Media Player angehört werden. In weiteren Versuchen will der Autor die Stimme selbst verändern und die eine oder andere Passage anders betonen lassen.
In den letzten Monaten konnte man immer wieder die Aussage hören, ein Roboter oder eine KI-Einheit würde ein besserer Präsident sein als die amtierenden oder kandidierenden Personen es sind oder wären. Ein Roboter hätte nicht den religiösen Habitus eines Joachim Gauck und nicht den weltlichen Wahn eines Donald Trump. Eine KI-Einheit wie IBM Watson könnte rational und auf der Grundlage aller verfügbaren Fakten entscheiden. Überlegungen in dieser Richtung stellt auch eine amerikanische Stiftung an. Auf ihrer Website schreibt sie: „The Watson 2016 Foundation is an independent organization formed for the advocacy of the artificial intelligence known as Watson to run for President of The United States of America. It is our belief that Watson’s unique capabilities to assess information and make informed and transparent decisions define it as an ideal candidate for the job responsibilities required by the president.“ (Website The Watson 2016 Foundation) Sie stellt auch klar: „The Watson 2016 Foundation has no affiliation with IBM. The views and opinions expressed here in no way represent the views, positions or opinions – expressed or implied – by IBM or anyone else.“ (Website The Watson 2016 Foundation) Natürlich sind schnell Nachteile eines KI-Präsidenten zu erkennen. Er kann fehlerhaft sein, gehackt und manipuliert werden, er macht abhängig von den Betreibern, und er kann die symbolische Wirkung eines Präsidenten nicht erreichen, was allerdings auch als Vorteil gewertet werden kann. Ein künstlicher Präsident müsste nicht nur als komplexe politische, sondern auch als komplexe rechtliche und moralische Maschine gestaltet werden. Dies wiederum fällt in den Gegenstandsbereich von Roboterrecht und Maschinenethik. Manche Maschinenethiker lehnen komplexe moralische Maschinen ab und bevorzugen einfache. Weitere Informationen über http://watson2016.com/.
Local Motors und IBM haben ein autonomes Shuttle präsentiert, das an das autonome Shuttle der PostAuto AG erinnert, das in Sitten im Wallis verkehrt. Anders als dieses kann Olli aber – so sein Name – nicht nur denken, sondern auch sprechen, beides auf hohem Niveau und mit Hilfe von IBM Watson. Es werden Wünsche von Passagieren entgegengenommen, etwa in Bezug auf Fahrziele, und diese sogar vorgeschlagen; wenn es heiß ist, fährt das Auto zur nächsten Eisdiele. Olli kann auch beruhigend auf die Passagiere oder die Passanten einreden: „For citizens of Maryland, many of whom have never seen a self-driving car, Watson’s reassuring communications could be critical to making them more comfortable with the idea that there’s no human being at the wheel.“ (Information IBM) Das Auto an sich wandelt sich ständig. Es ist nicht mehr nur ein Wagen, der von einem Fahrer beherrscht wird; es ist ein automatisches Transportmittel, das seinen Weg allein findet, das Menschen aufsammelt, das Wünsche erfüllt und weckt, das mit seiner Umgebung und mit Lebewesen interagiert, das beobachtet und mitdenkt und entscheidet, das selbst bezahlen und selbst etwas besorgen und einladen kann. Local Motors hat es mit seinen Innovationen bereits in den Playboy geschafft. Auch eine Kooperation mit BMW war 2012 verkündet worden. Ob Olli es in den Playboy schafft, ist noch ungewiss. Weitere Informationen über localmotors.com/olli/.
Abb.: Bettie Page hat es geschafft (Quelle: Wikipedia)