350 Keywords Digitalisierung

Von „Big Data“ über die „Künstliche Intelligenz“ bis hin zur „Sozialen Robotik“: Im Kontext der Digitalisierung gibt es unzählige Fachtermini. Das neue Nachschlagewerk „350 Keywords Digitalisierung“ von Prof. Dr. Oliver Bendel ist für alle geeignet, die einen schnellen Einstieg in das Gebiet der Digitalisierung suchen und sich für Fragen der Ethik interessieren. In 350 übersichtlichen Beiträgen werden die Grundlagen und Entwicklungen leicht verständlich erläutert. Der Begriff der Digitalisierung hat mehrere Bedeutungen. Er kann die digitale Umwandlung und Darstellung bzw. Durchführung von Information und Kommunikation oder die digitale Modifikation von Instrumenten, Geräten und Fahrzeugen ebenso ansprechen wie die digitale Revolution, die auch als dritte Revolution bekannt ist. Auch mit der vierten Revolution ist der Begriff eng verbunden. Das Buch ist Ende April 2019 im Verlag Springer Gabler erschienen und kostet als E-Book ca. 15, in gedruckter Form ca. 20 Euro. Viele Hochschulmitglieder können es über SpringerLink kostenlos herunterladen. Es hat 286 Seiten. Weitere Informationen über www.springer.com/gp/book/9783658258221.

Abb.: Auch dieser Begriff ist enthalten (innerhalb von „Nerd“)

Mädchen und Frauen unter den Rock schauen

Die Schweizerische Post erprobt Lieferroboter, die Pakete zustellen sollen. Auf dem Gelände des Unternehmens in Wankdorf bei Bern hatte der Betreiber dieser Plattform im September 2016 die Gelegenheit, das Produkt der Starship Technologies unter die Lupe zu nehmen. Die Tester wiesen auf die Kameras mit 360-Grad-Aufnahmetechnik hin und auf das Ultraschallsystem. Sie öffneten die Klappe und erlaubten den Blick auf die Last. Bis zu zehn Kilogramm können auf den sechs Rädern bis zu sechs Kilometer weit befördert werden. Das hauptsächliche Problem der Paketroboter ist, dass sie neuartige Verkehrsteilnehmer darstellen, die die Gehsteige bevölkern und die Straßen überqueren. Das eine tun sie in der Regel autonom, das andere wird in den meisten Ländern, in denen sie getestet werden, von einem Operator unterstützt. Wenn es viele Lieferroboter dieser Art gibt, werden Innen- und Vorstädte noch komplexer für die etablierten Verkehrsteilnehmer. Unabhängig von der Zahl stellen sie Stolperfallen dar. Die Paketroboter sind wie herrenlose Hunde, können aber nicht so gut wie diese ausweichen und sind auch nicht so schnell. Skater, Radfahrer und Fußgänger können über sie stürzen, was durch die geringe Höhe begünstigt wird. Selbst wenn sie an die Leine gelegt und durch wenig frequentierte Gebiete navigiert werden, ist die Gefahr nicht ganz gebannt. Ein nicht ganz nebensächliches Problem ist, dass der Lieferoboter mit seinen Kameras auch Personen erfassen und womöglich Mädchen und Frauen unter den Rock schauen kann – ein weites Feld für Informations- und Technikethik. Es wird sich zeigen, wie hoch die Akzeptanz von Kunden und Passanten ist und welche Erfahrungen in den verschiedenen Ländern gemacht werden.

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Abb.: Was sieht der kleine Roboter?