Peppers Abschied

Wie verschiedene Medien melden, hat SoftBank die Produktion von Pepper im letzten Jahr eingestellt und wird sie vorerst nicht wieder aufnehmen – es sei denn, es würde sich eine erhöhte Nachfrage einstellen. Die angeblich geringe Nachfrage war der Grund für den japanischen Konzern, sich von dem wohl bekanntesten sozialen Roboter – der oft auch als Serviceroboter fungiert – zu verabschieden. Insgesamt wurden laut Heise ca. 27.000 Exemplare hergestellt. Das ist für einen Roboter in dieser Größe, mit dieser Ausstattung und in dieser Preislage nicht wenig. In den Millionenbereich kam Cozmo, der allerdings klein und günstig war – der Hersteller Anki ging in Konkurs, der „Nachfolger“ Digital Dream Labs (die Eigentümer hatten sich die Rechte gesichert) konnte den von WALL-E und EVE inspirierten Publikumsliebling bis zum heutigen Zeitpunkt trotz vieler Ankündigungen nicht wiederbeleben. Mit Pepper fehlt die Referenz schlechthin für die Soziale Robotik – was auch positive Effekte haben mag, insofern andere Modelle leichter die Aufmerksamkeit gewinnen und überhaupt in den Markt gebracht werden könnten.

Abb.: Peppers Abschied

10. Ulmer Robotertag

Am 22. Februar 2017 fand der 10. Ulmer Robotertag statt. Veranstalter waren die Hochschule Ulm und Mitsubishi Electric Europe. Prof. Dr. Manfred Wehrheim von der Hochschule Ulm eröffnete die Veranstaltung. Wolfram Zielke (Mitsubishi Electric Europe B.V.) fokussierte in „Industrie-Anwendungen und Vorstellung der Applikationen im Foyer“ auf Industrieroboter. Der Vortrag „Kollege und Kollegin Roboter – schöne neue Welt!“ von Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW) ging sowohl auf Industrie- als auch auf Serviceroboter ein. Er widmete sich Fragen der Technik und der Ethik. Der Informations- und Maschinenethiker erzählte von einem Zusammentreffen in Krakau mit einem Vertreter von Aldebaran bzw. SoftBank, der von dem emotionalen Roboter Pepper berichtete und davon, dass Kinder in Japan, wo er weit verbreitet ist, diesen sprachlich und gestisch imitieren. Das Unternehmen ist von seinem Produkt überzeugt, sieht aber auch die sozialen und psychologischen Implikationen. Manfred Wehrheim erzählte diese Anekdote vor der Kamera der Schwäbischen Zeitung und betonte die Wichtigkeit ethischer Fragen. Nach dem Mittagessen wurden weitere Vorträge, Vorführungen und Ausstellungen geboten. Detaillierte Informationen über www.hs-ulm.de.