AAAI-Workshop zur Maschinenethik IV

Beim Workshop „Ethical and Moral Considerations in Non-Human Agents“ war am Vormittag des 22. März eifrig vorgetragen und heftig diskutiert worden. Am Nachmittag begann Peter Asaro mit „The Liability Problem for Autonomous Artificial Agents“. Wenn der Hund, den man hält, einen Schaden anrichtet, haftet man teilweise, wenn der Tiger, der ausbricht, jemanden verletzt oder tötet, dagegen voll. Entsprechend könnte man bei Robotern einen Unterschied machen. „Patiency Is Not a Virtue: AI and the Design of Ethical Systems“ lautete der Titel des nächsten Talks. Joanna Bryson unterschied zwischen „moral agents“ und „moral patients“, erklärte den Begriff der Superintelligence und wandte ihn auf die Menschheit selbst an. Nach der Kaffeepause thematisierten Ron Artstein and Kenneth Silver eine „Ethics for a Combined Human-Machine Dialogue Agent“. Ausgangspunkt waren die in Museen arrangierten Gespräche mit Überlebenden des Holocausts. Deren Rolle soll von „dialogue agents“ übernommen werden, die mit vorher aufgezeichneten Aussagen auf die Fragen der Besucher antworten. Dabei können moralische Probleme auftreten, die mit Hilfe von ethischen Überlegungen angegangen werden können. Benjamin Kuipers wartete in „Morality and Ethics for Humans and Robots“ mit Ausschnitten aus Filmen wie „Terminator 2“ und „Robot & Frank“ auf und analysierte die Haltung der Roboter. Beim Terminator sei das Problem nicht Superintelligence, sondern Superpower. Zum Roboterauto-Problem bemerkte er, der Designer könne nicht jegliches Unheil verhindern. Das Auto müsse sich unser Vertrauen verdienen. Den Abschluss bildete „Robot Priest: Trust and Human Sciences“ von Cindy Mason. Neben ihr saß ein als Priester verkleideter WALL·E, und sie zeigte weitere Kostümierungen des Filmroboters, die jeweils unterschiedliche Erwartungen hervorrufen. Ihr ging es darum, inwieweit man Menschen und Maschinen vertrauen und wie das Aussehen damit zusammenhängen kann.

tiger

Abb.: Peter Asaro ließ den Tiger ausbrechen

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